Allgemeine Geschäftsbedingungen
für mobile Tierphysiotherapie · Stand: November 2026
§ 1 Geltungsbereich
(1) Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) gelten für alle Verträge über Leistungen der mobilen Tierphysiotherapie zwischen Barbara Auer, Mobile Tierphysiotherapie, Europa-Allee 2, 60327 Frankfurt am Main (nachfolgend „ich“), und meinen Kundinnen und Kunden, den Haltern der behandelten Tiere (nachfolgend „Tierhalter“).
(2) Verbraucher im Sinne dieser AGB ist jede natürliche Person, die den Vertrag zu Zwecken abschließt, die überwiegend weder ihrer gewerblichen noch ihrer selbständigen beruflichen Tätigkeit zugerechnet werden können (§ 13 BGB). Unternehmer ist, wer bei Vertragsschluss in Ausübung einer gewerblichen oder selbständigen beruflichen Tätigkeit handelt (§ 14 BGB).
(3) Abweichende Bedingungen des Tierhalters gelten nicht, es sei denn, ich habe ihnen ausdrücklich in Textform zugestimmt.
(4) Maßgeblich ist die bei Vertragsschluss gültige Fassung dieser AGB.
§ 2 Leistungen
(1) Ich erbringe tierphysiotherapeutische Leistungen für Hunde und Katzen im Rahmen von Hausbesuchen, insbesondere Erstbefund mit Therapieplan, Tierphysiotherapie (manuelle Therapie, Mobilisation, Dehnung, gezielte Übungen), Entspannungsmassage, aktives Training mit Hilfsmitteln sowie Sportphysiotherapie und Prävention. Art und Dauer der Leistung ergeben sich aus der Terminbestätigung und der Leistungsbeschreibung auf meiner Website; angegebene Zeiten sind Richtwerte.
(2) Ich schulde eine fachgerechte Behandlung nach den Regeln meiner Ausbildung, jedoch keinen bestimmten Behandlungserfolg (Dienstvertrag, § 611 BGB). Verlauf und Erfolg einer Therapie hängen wesentlich vom individuellen Tier ab.
(3) Ich erbringe keine tiermedizinischen Leistungen. Ich stelle keine Diagnosen, verordne keine Arzneimittel und ersetze keine tierärztliche Untersuchung oder Behandlung. Meine Leistungen ergänzen die tierärztliche Betreuung. Ergeben sich Hinweise auf eine Erkrankung oder einen Notfall, die tierärztlich abgeklärt werden müssen, weise ich darauf hin und kann die Behandlung bis zur Abklärung verschieben oder ablehnen.
(4) Nachberichte, Therapie- und Übungspläne sind Empfehlungen. Ihre Umsetzung zwischen den Terminen liegt in der Verantwortung des Tierhalters.
(5) Reaktionen nach der Behandlung: Nach manueller Therapie, Massage, Mobilisation oder Training können vorübergehend Reaktionen auftreten, zum Beispiel Müdigkeit, ein erhöhtes Ruhebedürfnis, eine muskelkater-ähnliche Steifheit oder vorübergehend verstärkte Beschwerden (sogenannte Erstreaktion oder Erstverschlimmerung). Sie klingen in der Regel nach kurzer Zeit wieder ab. Halten Reaktionen länger an, sind sie stark oder zeigt das Tier z. B. deutliche Schmerzen, Lahmheit, Appetitlosigkeit oder auffällige Veränderungen, bitte ich um sofortige Nachricht an mich; im Zweifel und bei Notfällen ist ein Tierarzt aufzusuchen. Über mögliche Reaktionen informiere ich im Erstgespräch und im Nachbericht.
§ 3 Vertragsschluss
(1) Die Darstellung meiner Leistungen auf der Website ist kein verbindliches Angebot. Eine Terminanfrage des Tierhalters (über Vetrivia, E-Mail, Telefon oder WhatsApp) ist ein Angebot zum Abschluss eines Behandlungsvertrags.
(2) Der Vertrag kommt zustande, wenn ich den Termin in Textform (z. B. E-Mail, Nachricht über Vetrivia oder WhatsApp) bestätige.
(3) Mit der Terminbestätigung übersende ich diese AGB sowie die Widerrufsbelehrung in Textform. Die AGB können Sie außerdem jederzeit unter dieser Adresse abrufen, ausdrucken und speichern. Vertragssprache ist Deutsch. Ich speichere den Vertragstext nicht in einer für Sie zugänglichen Form; die Terminbestätigung und diese AGB geben seinen Inhalt wieder.
(4) Folgetermine für Therapie-Sitzungen setzen in der Regel einen Erstbefund bei mir voraus.
(5) Ein Anspruch auf Vertragsschluss besteht nicht.
§ 4 Pflichten des Tierhalters
(1) Der Tierhalter teilt mir vor der Behandlung wahrheitsgemäß und vollständig alles mit, was für die Behandlung wichtig ist, insbesondere bekannte Erkrankungen (z. B. Tumore, ansteckende Krankheiten, Epilepsie, Haut- oder Herzerkrankungen), Trächtigkeit, Operationen, Medikation, tierärztliche Diagnosen und Befunde, Schmerzen und Einschränkungen sowie bekanntes Verhalten wie Angst, Aggression oder frühere Beißvorfälle. Änderungen teilt er unverzüglich mit.
(2) Bei akuten Beschwerden, nach Operationen und bei Verdacht auf eine Erkrankung ist vor Beginn der Behandlung eine tierärztliche Abklärung bzw. Freigabe einzuholen und mir auf Verlangen vorzulegen.
(3) Zum Termin ist der Tierhalter oder eine volljährige Vertretung anwesend. Der Tierhalter stellt einen ruhigen, ausreichend großen und sicheren Raum bereit, sichert das Tier so, dass es nicht entweichen kann (Hunde nach Bedarf angeleint; bei bekanntem Beiß- oder Aggressionsverhalten kann ich einen Maulkorb verlangen), und hält andere Tiere sowie ggf. Kinder während der Behandlung fern, soweit ich das für erforderlich halte.
(4) Ansteckende Krankheiten und Parasitenbefall (z. B. Flöhe, Milben, Giardien) des Tieres oder anderer Tiere im Haushalt teilt der Tierhalter mir vorab mit. Mittel gegen Zecken und Flöhe (z. B. Spot-on) sollen in den 24 Stunden vor dem Termin nicht aufgetragen werden.
(5) Ich darf die Behandlung unterbrechen oder abbrechen, wenn das Tier erkennbar unter Stress oder Schmerzen leidet, wenn Gefahr für das Tier oder für Personen besteht oder wenn erforderliche Mitwirkung fehlt. In diesem Fall berechne ich die bis dahin tatsächlich aufgewendete Behandlungszeit und einen ggf. angefallenen Anfahrtszuschlag nach § 5. Bei wiederholt unrichtigen Angaben oder fehlender Mitwirkung kann ich den Vertrag aus wichtigem Grund beenden.
(6) Der Tierhalter haftet nach den gesetzlichen Vorschriften (insbesondere § 833 BGB) für Schäden, die sein Tier verursacht. Für Hunde setze ich eine bestehende Tierhalter-Haftpflichtversicherung voraus, für andere Tiere empfehle ich sie.
(7) Der Tierhalter beobachtet das Tier nach der Behandlung aufmerksam und teilt mir Auffälligkeiten (siehe § 2 Abs. 5) unverzüglich mit. Anweisungen zur Schonung und Bewegung aus dem Nachbericht sind einzuhalten.
(8) Tierärztliche Befunde, Berichte und Bilder beschafft in der Regel der Tierhalter und übergibt sie mir. Ich frage nur dann direkt bei der behandelnden Tierarztpraxis an, wenn der Tierhalter dem im Einzelfall ausdrücklich zugestimmt hat (Textform genügt, z. B. E-Mail oder Nachricht über Vetrivia). Die Zustimmung kann jederzeit für die Zukunft widerrufen werden.
§ 5 Preise, Anfahrt, Zahlung
(1) Es gelten die bei Vertragsschluss auf meiner Website angegebenen Preise, derzeit: Erstbefund & Therapieplan 30 € je 15 Minuten, Therapie-Sitzungen 25 € je 15 Minuten. Abgerechnet wird nach der tatsächlichen Behandlungszeit in Einheiten zu 15 Minuten; eine angefangene Einheit wird voll berechnet. Beim Erstbefund ist die schriftliche Ausarbeitung des Therapieplans im Preis enthalten.
(2) Die Anfahrt im Frankfurter Stadtgebiet (Zone 1) ist im Preis enthalten. Für das Umland gilt je Hausbesuch ein Aufpreis: Zone 2 (naher Umkreis) 15 €, Zone 3 (erweitertes Rhein-Main-Gebiet) 25 €. Maßgeblich ist die Zone des Behandlungsorts nach der Zonenübersicht auf meiner Website. Hausbesuche darüber hinaus erfolgen nur nach vorheriger Vereinbarung der Anfahrtskosten.
(3) Alle Preise sind Endpreise. Als Kleinunternehmerin erhebe ich gemäß § 19 UStG keine Umsatzsteuer und weise sie nicht aus.
(4) Ich stelle nach der Behandlung eine Rechnung. Der Rechnungsbetrag ist innerhalb von 7 Tagen nach Zugang der Rechnung ohne Abzug per Überweisung zu zahlen oder auf Wunsch bar direkt nach der Behandlung. Es gelten die gesetzlichen Regelungen zum Zahlungsverzug.
(5) 10er-Karte: Erwirbt der Tierhalter eine 10er-Karte, gewähre ich für zehn Behandlungstermine für dasselbe Tier innerhalb von 12 Monaten ab dem ersten Termin einen Nachlass von 10 % auf das Behandlungshonorar. Anfahrtszuschläge sind nicht rabattiert. Die Behandlungen werden weiterhin je Termin nach § 5 Abs. 1 abgerechnet; eine Vorauszahlung ist damit nicht verbunden.
§ 6 Termine und Absagen
(1) Bestätigte Termine sind verbindlich. Der Tierhalter kann einen Termin bis 24 Stunden vor dem vereinbarten Beginn kostenfrei absagen oder verschieben (telefonisch oder in Textform).
(2) Bei späterer Absage oder wenn ich den Tierhalter oder das Tier zum vereinbarten Termin nicht antreffe, kann ich ein Ausfallhonorar von 50 % des für den vereinbarten Termin vorgesehenen Honorars (ohne Anfahrtszuschlag) verlangen. Das gilt nicht, wenn der Tierhalter die Verhinderung nicht zu vertreten hat, etwa bei plötzlicher Erkrankung des Tieres oder des Tierhalters oder bei höherer Gewalt. Dem Tierhalter bleibt der Nachweis gestattet, dass mir kein oder ein wesentlich geringerer Schaden entstanden ist; ersparte Aufwendungen und anderweitigen Erwerb rechne ich an.
(3) Verzögert sich der Beginn aus Gründen, die der Tierhalter zu vertreten hat, geht dies zulasten der vereinbarten Behandlungszeit. Beträgt die Wartezeit mehr als 15 Minuten, kann ich den Termin wie eine verspätete Absage nach Absatz 2 behandeln.
(4) Bin ich verhindert (z. B. durch Krankheit), informiere ich unverzüglich und biete einen Ersatztermin an. Bereits gezahlte Beträge für nicht erbrachte Leistungen erstatte ich.
§ 7 Haftung
(1) Ich hafte unbeschränkt bei Vorsatz und grober Fahrlässigkeit, bei der Verletzung von Leben, Körper oder Gesundheit, nach dem Produkthaftungsgesetz sowie, soweit ich eine Garantie übernommen habe.
(2) Bei leicht fahrlässiger Verletzung einer wesentlichen Vertragspflicht, also einer Pflicht, deren Erfüllung die ordnungsgemäße Durchführung des Vertrags überhaupt erst ermöglicht und auf deren Einhaltung der Tierhalter regelmäßig vertrauen darf, ist meine Haftung auf den vertragstypischen, vorhersehbaren Schaden begrenzt.
(3) Im Übrigen ist die Haftung für leichte Fahrlässigkeit ausgeschlossen. Ich unterhalte eine Berufshaftpflichtversicherung (Angaben im Impressum).
(4) Beruht ein Schaden auf unrichtigen oder unvollständigen Angaben des Tierhalters (§ 4 Abs. 1), mindert sich oder entfällt meine Haftung insoweit (§ 254 BGB).
(5) Verursacht das Tier einen Schaden an mir, meiner Ausrüstung oder Dritten, richten sich die Ansprüche nach den gesetzlichen Vorschriften (§ 4 Abs. 6).
§ 8 Widerrufsrecht für Verbraucher
(1) Verbrauchern steht bei Vertragsschlüssen im Fernabsatz oder außerhalb von Geschäftsräumen ein gesetzliches Widerrufsrecht zu. Die Widerrufsbelehrung mit Muster-Widerrufsformular finden Sie auf meiner Website; ich übersende sie außerdem mit der Terminbestätigung.
(2) Wünscht der Tierhalter einen Behandlungstermin vor Ablauf der Widerrufsfrist, beginne ich erst nach seiner ausdrücklichen Zustimmung in Textform und seiner Bestätigung, dass er sein Widerrufsrecht bei vollständiger Vertragserfüllung verliert. Näheres steht in der Widerrufsbelehrung.
§ 9 Datenschutz und Aufnahmen
(1) Informationen zur Verarbeitung personenbezogener Daten, auch bei der Terminbuchung und der digitalen Patientenakte über Vetrivia, finden Sie in meiner Datenschutzerklärung.
(2) Foto- und Videoaufnahmen von Ihrem Tier (z. B. zur Dokumentation von Gangbild und Fortschritten) fertige ich nur mit Ihrem Einverständnis an. Eine Veröffentlichung (z. B. Website oder soziale Netzwerke) erfolgt nur mit Ihrer gesonderten, jederzeit für die Zukunft widerruflichen Einwilligung; sie ist nicht Voraussetzung für die Behandlung.
§ 10 Streitbeilegung
Ich bin nicht bereit und nicht verpflichtet, an Streitbeilegungsverfahren vor einer Verbraucherschlichtungsstelle teilzunehmen. Bei Beanstandungen bitte ich um eine direkte Nachricht an mich; ich bemühe mich um eine einvernehmliche Lösung.
§ 11 Schlussbestimmungen
(1) Es gilt deutsches Recht unter Ausschluss des UN-Kaufrechts. Gegenüber Verbrauchern gilt diese Rechtswahl nur, soweit dadurch nicht zwingende Verbraucherschutzvorschriften des Staates entzogen werden, in dem der Verbraucher seinen gewöhnlichen Aufenthalt hat.
(2) Ist der Tierhalter Kaufmann, juristische Person des öffentlichen Rechts oder öffentlich-rechtliches Sondervermögen, ist Gerichtsstand Frankfurt am Main. Das Gleiche gilt, wenn der Tierhalter keinen allgemeinen Gerichtsstand im Inland hat oder sein Wohnsitz oder gewöhnlicher Aufenthalt bei Klageerhebung nicht bekannt ist.
(3) Sollten einzelne Bestimmungen dieser AGB unwirksam sein oder werden, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen unberührt. An die Stelle der unwirksamen Bestimmung tritt die gesetzliche Regelung (§ 306 BGB).